
28/08/2025 0 Kommentare
Woche der Erziehungshilfe
Woche der Erziehungshilfe
# Neuigkeiten

Woche der Erziehungshilfe
Wenn Kinder sich schlecht fühlen: Beratungsstelle bietet schnelle Hilfe
Wenn Kinder oder Jugendliche klagen, dass sie sich mies fühlen, muss das nicht immer heißen, dass sie gleich eine Psychotherapie beginnen sollten. Wichtig ist, dass sie, wenn sie Hilfe suchen, diese auch bekommen. Und dass es Menschen gibt, die mit ihnen gemeinsam überlegen, was ihnen helfen kann.
In Plettenberg ist es das Team der Psychologischen Beratungsstelle Plettenberg des Diakonischen Werkes. Anlässlich der „Woche der Erziehungshilfe“, an der sich Träger von Beratungsstellen in NRW vom 1. bis 5. September beteiligen, möchten die Plettenberger Beraterinnen und Berater auf ihr Angebot aufmerksam machen.
„Wir gestalten Zukunft“, sagen die Fachleute um Beratungsstellenleiter Ralf Meyer selbstbewusst. Damit kann man nicht zu früh beginnen, insbesondere wenn erste Probleme sichtbar werden. Praxisnah, niedrigschwellig, vertraulich und kostenfrei – das zeichnet die Arbeit der Expertinnen und Experten für Erziehungs-, Familien- und Schulberatung aus. „Wir bieten fachliche und schnelle Unterstützung, damit sich Probleme erst gar nicht verfestigen“, betont Diplom-Sozialpädagoge Lars Wiebke. Vorbeugen trägt dazu bei, dass nicht alle der rund 20 Prozent Kinder und Jugendlichen in Deutschland, die eine psychische Störung entwickeln, auch psychisch krank werden.
„Mama, ich bin heute so traurig und weiß nicht, wieso “ – wohl jede Mutter hat diesen Satz schon einmal gehört. Doch ist es einfach nur eine Laune oder tatsächlich eine Depression? Und was ist, wenn das Kind häufig über Bauchschmerzen klagt, reicht dann die Wärmflasche oder ist es in Wahrheit die Seele, die nach Hilfe ruft? Für Eltern ist es meist nicht einfach einzuschätzen, wie alarmiert sie über den Gefühlszustand ihrer Kinder sein sollten.
Angst zum Beispiel spielt gerade im Kindes- und Jugendalter eine zentrale Rolle. Mit jedem Übergang von einer Entwicklungsphase in die andere stehen neue Herausforderungen an, das Kind lernt Unbekanntes, wird selbstständiger. Dabei hilft die Angst, denn sie weist auf Gefahren hin und schützt das Kind vor ihnen.
Und auch, dass die Stimmung bei Jungen und Mädchen nicht immer heiter ist, muss kein Grund zur übermäßigen Sorge sein. Sich von seinen Eltern lösen, Freundschaften und Partnerschaften führen, ein eigenes Leben aufbauen – einfach ist das nicht. Kein Wunder, dass Jugendliche sich manchmal richtig mies fühlen.
„Wir sind wichtiger Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Allerdings können wir neben der Beratung keine Therapien anbieten“, macht Diplompsychologin Claudia Theis klar, dass die Gespräche in der Beratungsstelle keinen Therapieplatz ersetzen.
Kontaktaufnahme: Die Beratungsstelle in der Bahnhofstraße 25 ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 02391/954025 erreichbar. Beratungsgespräche finden auch außerhalb dieser Zeiten statt.
Kommentare